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ROESELARE LIVE FEST
Dienstag, 11 April 2006

Dicke Luft in Belgien

 So schnell wie in Roeselare, Belgien, ist Musik selten so nebensächlich auf einer Show geworden. Dabei ist die Motivation, überhaupt erst auf eine Show zu gehen, die Musik. Gerade deshalb sollte es sich um die Bands auf der Bühne drehen, aber in Roeselare fiel das mehr als schwer.

Zwei Bühnen sind bei zwölf Bands zwar keine schlechte Idee, aber nicht immer die beste Lösung. Vor allem, da es genügend Veranstalter gibt, die zwölf Bands an einem Tag auf einer Bühne unterkriegen ohne unter Zeitdruck zu stehen. Trotzdem sollte die größere, wenn zwei Bühnen nötig sind, die kleinere Bühne nicht komplett überdecken. Sofern wir überhaupt von einer kleinen Bühne sprechen können, weil der Raum, in dem sie stand, erinnerte eher an einen Proberaum als an eine Konzerthalle. Links in der Ecke stand die winzige Bühne, auf der kaum eine ganze Band Platz fand. Von rechts blendete ein ekelhaft greller Scheinwerfer in verschiedenen Farben, der wohl vermeiden sollte, dass sich eine der Bands wirklich wie im Proberaum vorkam.

Alleine diese Sachen sind schon Grund genug, verdammt wütend zu sein, auf dieser Bühne spielen zu müssen. Nach drei Stunden Fahrt durften Circle Of Death bemerken, dass noch kein Equipment aufgebaut war. Zudem fehlte eine zweite Gitarrenbox, damit jedes Mitglied der Formation seinen Part hätte spielen können. Frustrierender, demütigender und schlechter kann es auf einer Show nicht laufen, wenn einer von zwei Gitarristen neben der Bühne stehen muss und seiner eigenen Band zusieht. Da ist es kein Wunder, dass sie nach vier Songs aufhörten, wenn das Schlagzeug auch noch Zicken macht. So oder so hätte es das Publikum zur großen Bühne gezogen, weil bereits der Sound von Grimson Falls weit in den kleinen Raum hinein schallte. Anstatt einzelne Songs zu hören, bekam das Publikum Musikmatsche vorgesetzt.


Burger und Mosh

Wirklich absurd und unverständlich erschien es, als hinter der Theke auf Holzkohle gegrillt wurde. Geschlossene Räume haben eines an sich, sie füllen sich schnell mit Qualm und Gestank. Die rauchige Luft roch nicht nur nach Nikotin, sondern nach dem rußigen Mief von auf glühender Kohle gegrilltem Fleisch. Selbst als Raucher kratzte es im Hals.

Dabei war es eine Hardcoreshow. Und wenn auch keiner erwarten kann, dass jeder vegan, vegetarisch oder Straight Edge ist, dann sollte es zumindest toleranter ablaufen, als den Leuten, die es sind, das Fleisch förmlich vor die Nase zu halten.

Verwunderlich ist es da nicht, wenn alles schon schief läuft, dass dann noch der Sänger von Core Of Anger die Show zu seiner letzten erklärt. Der Abschied hätte aber besser verlaufen können, als auf diesem Konzert zu spielen.

Schlechte Organisation, kleines Publikum?

Die schlechte Organisation könnte vielleicht der Grund gewesen sein, warum die große Halle kaum gefüllt war, trotz des kleinen Eintrittspreises von vier Euro im Vorverkauf und fünf Euro an der Kasse. Das Publikum an diesem Tag hätte locker drei bis vier Mal vor die beiden Bühnen gepasst. Dann hätten die Bands wenigstens die Chance bekommen, Bewegung in die Show zu bringen, aber so richtig Dampf kam bei keiner Band auf.

Selbst bei den Headlinern blieb das Publikum relativ ruhig. Zum Beispiel auf anderen Shows von Setttel The Score verwandelten die Mönchengladbacher den Moshpit in ein wahres Schlachtfeld. An diesem Tag konnte jeder froh sein, wenn es sich um ein Geplänkel handelte.

Live bekommen Bands die Möglichkeit, ihr Können ungeschminkt durch das Mastern im Studio einem Publikum zu präsentieren. Ein Bericht über die Live-Show sollte dann immer versuchen, diese Leistung objektiv zu bewerten. Aber ob es fair ist, eine Band nach der Leistung auf einer Show zu beurteilen, auf der so viele Dinge einfach nicht optimal waren, kann bezweifelt werden.

Daher sollte an dieser Stelle das Fazit eher lauten, nicht immer hängt eine gute Show von der Auswahl der Bands ab, sondern auch von dem Geschick der Veranstalter, eine gute Show auf die Beine zu stellen, welche Publikum zieht.


 

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