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Clobberin Time - Interview
Donnerstag, 26 Oktober 2006

Die Comicleidenschaft der Bandmitglieder gab Cloberin Time seinen Namen 

Nach einigen Line-Up-Wechseln, einem Demo-Tape ( "Death comes ripping" ), einer Split CD mit ihren Label-Kollegen  von Personal Vendetta ( "Tape measure blast" ) melden sich Clobberin Time nun mit ihrem ersten vollständigen Longplayer "The dawn of a dying race" lautstark zurück.

Die CD überzeugt absolut mit guten Songs, einer sehr fetten Produktion und einem gelungenen Artwork. Da muss man sich nicht wundern, wenn es durch die Bank weg positive Kritiken hagelt. Zum Beispiel im „Rock Hard", wo es 7,5 von 10 Punkten gab. Auch hier, bei Clama Magazin, schnitt die Scheibe außerordentlich gut ab. Ein Grund mehr, Gitarrist Sascha diverse Fragen zu stellen. 

Clama: Eure CD kommt ja sowohl beim Publikum, als auch bei der Presse sehr gut an. Welche Reaktionen erhaltet ihr auf die Scheibe? 

Sascha: Ja, abgesehen von ein paar „speziellen Kollegen" (bei denen wir uns das auch schon dachten!), erhalten wir wirklich nur positive Resonanz! Obwohl wir selbst gar nicht mehr so zufrieden sind mit unserer kompositionstechnischen Seite, da wir denken, dass da noch Einiges mehr geht oder gehen wird in nächster Zeit! Das Ganze war ja auch schon ein ganz schöner Harakiri-Schnellschuß ...10 Songs in 7 Tagen aufzunehmen. Ohne Andy Classen hätten wir das gar nicht alles so gut über die Bühne bekommen. Nächstes Mal lassen wir uns da ein bisschen mehr Zeit. Aber, wie gesagt, uns freut es sehr, dass die Platte durchaus gute Reviews bekommt, die Leute drauf abgehen und die LP sich auch zur Zeit ziemlich gut verkauft. 

Clama:  Eure neuen Songs sind ja doch sehr metallastig ausgefallen, wie zum Beispiel bei "One worst enemy", wo lupenreine Death Metal Growls am Start sind, oder die Gitarren Arbeit insgesamt. War das Absicht? Wie seid ihr an das Songwriting für die CD herangegangen?

 

Sascha: Nein, also Absicht in der Hinsicht ist nie dabei. Wir setzen uns nicht hin und sagen: „Jetzt komm mal ein Metalsong angeflogen!" Die Riffs entstehen zu Hause bei mir, und wenn es Allen gefällt, dann wird ein Song draus gemacht, egal ob es jetzt Metal, Hardcore oder sonst was is.  Gitarrentechnisch gesehen komm ich da eh mehr aus der Metalecke, aber alles kann, nix muss… ha ha ha! Die Growls gab es auch schon früher, sogar auf unserem Demo. Bei der jetzigen Platte sind die halt nur wesentlich prägnanter und vereinzelt dann auch in einigen Strophenpassagen, zudem einige von den Songs von "The dawn of A Dying Race" auch schon ziemlich "alt" sind und aus der Zeit der Split stammen.

Also den großen Stilwechsel gab es meiner Meinung nach nicht. 

Clama: Wo wir beim Thema Metal sind: In fast allen Playlists sämtlicher CT Musiker tauchen fast nur Metal Kapellen auf, und auch live steht der eine oder andere Musiker im Metal-Leibchen auf der Bühne. Und jetzt auch noch die Metal Schlagseite auf der neuen Platte. Seht ihr euch als HC-, Metal- oder ganz böse gefragt als Metalcore-Band? 

Sascha: Ha ha ha, das böse "M" - Wort ... Diese Frage taucht ja zu meinem Erstaunen immer wieder in Interviews auf! Also rein musikalisch gesehen sind wir Metalcore, da wir von jedem etwas haben, aber diese Schublade, die man als Metalcore bezeichnet ...ich denke nicht, dass wir dort reinpassen würden, da man doch eher an andere Bands denkt!?

Und im klassischen Sinne sind wir auch keine Hardcoreband oder Metalband, dennl bei beiden Genres denke ich persönlich an andere Bands als an uns.  Wir verbinden einfach von allem etwas, so wie es auch viele andere Bands aus der Szene tun, die eigentlich auch in keine der Schubladen passen würden! Wir nennen es einfach Heavy Music! 

Clama: Welchen Einfluss haben die "neuen" Mitglieder Stefan Vârvoreanu ( ex-Suffocate Sanity, vom Bass an die Gitarre gewechselt) und Jogi Neumann ( ex-Impure, jetzt Bass) auf die neuen Songs gehabt? Überhaupt, wie entstehen eure Songs? Zusammen im Proberaum, oder kommt einer mit einem Riff an oder gar mit fertigen Songs, welche dann ausgearbeitet werden? 

Sascha: Ja, also die Songs entstehen alle im Proberaum, so dass alle meist Einfluss auf die Entwicklung der Songs haben. Entweder habe ich Riffs am Start und arbeite die dann erst mit unserem Natterjungen (Stephan Drummer) aus, oder wir haben, was nicht allzu oft vorkommt, eine geistige Lichterscheinung, und die Songs entstehen bei der Probe mit alle Mann. Das war jetzt schon häufiger der Fall beim Schreiben von dem neuen Stuff. Jeder hat dann da seinen Senf zu abgegeben. 

Clama: Für die Aufnahmen zur neuen CD ging die Band in das „Stage one Studio“ , wo der nicht ganz unbekannte Andy Classen hinter den Reglern sitzt. Er produzierte bereits Bands wie die Rykers, Surface, Brightside, Dew-Scented, Tankard, Krisiun und viele andere. Auch Clobberin Time schneiderte der ex -Holy Moses Gitarrist einen fetten, aber jederzeit transparenten Sound auf den Leib. Wie war die Arbeit mit Andy, und in wie fern hat er sich an den Songs beteiligt? 

Sascha: Oh ja, der Herr Classen – Wahnsinn, der Typ! Wir sind echt froh, dass wir mal mit so einem Vollprofi zusammen arbeiten durfte. Da merkt man sofort, dass er nicht umsonst all die Jahre seinen Namen weltberühmt gemacht hat. Andy verbindet absolutes „Know How“ mit Schnelligkeit, Professionalität, Hingabe, Kreativität und bemerkenswerter Gelassenheit. Ohne Ihn hätten wir das nicht alles so geschafft, wie wir uns das vorgenommen hatten.

Netter Kerl, und auch bei den Songs hatte er einige Ideen, um alles noch ein bisschen besser umzusetzen. Auf jeden Fall das nächste mal wieder - großartiger Musiker! 

Clama:  Eure Texte fallen insgesamt sehr „düster" aus. Wofür steht der Album-Titel "The dawn of a dying race" ? 

Sascha: Bei dem Titel geht es eigentlich, wie im Großen und Ganzen der CD, darum, dass die menschliche Rasse gerade dabei ist, sich selbst auszulöschen.  Einen kleinen Einblick gibt es da schon im Intro bei „The Dawn of a Dying Race“, wo einige der Sachen, die in letzter Zeit symbolisch dafür standen, durch die Nachrichtensprecher berichtet werden.

Da kann sich aber jeder sein eigenes Bild beziehungsweise Meinung zu machen .  

Clama: Im Laufe der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ihr euch verstärkt um „Professionalität" bemüht. Waren die ersten Konzerte doch teilweise etwas „holprig" und die Songs eher „durchschnittlich", habt ihr nun ein festes, musikalisch starkes Line-Up und wirkt auf der Bühne um einiges sicherer als in der Vergangenheit. Auch die neuen Stücke wirken wie aus einem Guß. Kam irgendwann der Punkt, wo ihr gesagt habt, ab jetzt muss sich etwas ändern? 

Sascha: Ha ha ha…ok. Danke für das Kompliment, aber wir sind live immer noch genauso beschissen wie früher… oder ha ha ha?  Nein, ich denke, dass wir durch die Menge der Shows und durch die intensive Arbeit im Studio gut trainiert worden sind! Wenn man sich spielerisch verbessern will, kann ich nur empfehlen - spielen, spielen, spielen! Und das von jemandem, der in der probefaulsten Band der Welt spielt… ha ha ha.

Und die Entwicklung mit den Songs kommt dann auch fast von ganz allein. Man merkt halt irgendwann, was funktioniert und was nicht. 

Clama: Ihr habt als Bonus den Copykill Hit "Dawn of a new breed" neu aufgenommen, und dafür die Ruhrpott Rapper SMA als Verstärkung ans Mikrophon geholt. Warum gerade dieser Song, warum die Jungs von SMA, und wie verschmolzen seht ihr mittlerweile die Hip Hop und HC Szene? 

Sascha: Ja, wir wollten mit dem Bonustrack noch mal eine kleine Hommage an die „guten, alten Zeiten“, RBS, Ruhrpott und so weiter raushauen. Ist auch ziemlich fett geworden.  Und das SMA dabei waren, war auch mehr als klar, da wir den Brawler schon seit was weiß ich wie viel Jahren kennen und er ja auch schon den einen oder anderen Part bei Copykill rausgedonnert hat, im Studio sowie live.  Außerdem ist SMA einfach der Hip Hop Act hier für mich ausm Pott! Wir hatten schon länger geplant, mal was zusammen zu machen. Coole Jungs, coole Music, checkt auf jeden Fall die neue Platte von den Jungs! 

Clama: Ihr seid ja bei dem kleinen, aber feinen Label „Filled with hate" daheim. Was könnt ihr zum Label sagen, und wie ist eure Zusammenarbeit? Macht der Axel Goerdes (Label Chef) genügend für euch? 

Sascha: Filled with Hate straight in your Face… Cooles Label, coole Leute, cooler Boss! FWH ist absolut authentisch und noch nie irgendwelchen Trends hinterher gerannt. Axel macht genau das, auf das er Bock hat und das auch schon seit sehr langer Zeit erfolgreich. Man muss auch immer sehen, dass der Axel nicht das Label hat, damit er und seine Familie was zu Essen auf dem Tisch haben, sondern der hat einen ganz normalen Job, wie wir anderen auch.

Das, was er dafür auf die Beine stellt mit FWH ist unglaublich und ich wüsste nicht, ob ich das alles so hinkriegen würde. Jede Menge coole, fette Bands und ich denke, das Moshmekka zur Zeit in Deutschland.

Klar können andere größere Label ganz andere Dinge leisten, gerade in finanzieller Hinsicht, aber Axel gibt alles, was er kann, für uns. Und die Beziehung zwischen uns und dem Label ist echt easy. Wir haben so ziemlich alle Freiheiten und unterliegen keiner Kontrolle, wie es bei anderen Labels der Fall ist.  Wir sind zufrieden mit dem, was FWH für uns tut, egal was passiert. Wir müssen dem Label immer dankbar sein, denn mit Ihnen hat CT angefangen. Cheers Axel! 

Clama: Was verbindet euch mit dem Ausspruch „Clobberin Time", welcher ja Pate für euren Namen stand und eigentlich aus der Marvel Familie, beziehungsweise dem Film „Fantastic Four" stammt? 

Sascha: Hey, das ist das erste Mal, dass nicht über die Sick Of It All-Theorie nach der Entstehung unseres Namens gefragt wird. Respekt!

Ja, das kam alles so zusammen: Wir sind alle große Comicfans, und der Ausspruch von Herrn Grimm, bevor es zur Sache geht, passt sehr gut zu unserer Musik… ha ha ha.  „Clobberin Time“ hat ja auch noch andere Bedeutungen im Deutschen, die aber irgendwie immer wieder auf uns passen.

Außerdem war uns allen natürlich auch der Name „Clobberin Time“ von oben genannten Sick Of It All sehr gut im Kopf! Cooler Comic, coole Band, cooles Intro gleich cooler Name - ganz einfach. 

Clama: Ihr seid ja auch nicht erst seit gestern in Sachen Hardcore unterwegs. Wie betrachtet ihr die Entwicklung der HC-Szene, was denkt ihr, in welche Richtung sich der HC entwickeln wird? Und die unvermeidliche Frage: Wie steht ihr dem Thema „Metalcore" gegenüber? 

Sascha: Hmm… keine Ahnung, die Szene wechselt irgendwie andauernd, neue Leute kommen dazu, andere gehen wieder und einige bleiben auch. Das war aber schon immer so, denke ich.  Für mich wurde früher nicht so viel aufgeteilt nach HC-Stilen, wie zum Beispiel heutzutage auf Shows. Da spielten dann Old School- mit New School- und Emo-Bands mit was weiß ich für anderen Bands. Das gab dann auch das ein oder andere mal Stress, aber irgendwie war das cooler.

Heutzutage gibt’s nur noch Shows mit Mosh-Bands, Shows mit Metalcore-Bands oder Shows mit Old School-Bands. Da muss man dann schon auf irgendein größeres Festival gehen, um alles unter einen Hut zu bekommen. Und genauso verhalten sich meistens auch die Leute aus den verschiedenen Lagern gegenüber, es wirkt teilweise alles ein bisschen isoliert voneinander. Na ja, aber vielleicht ist das auch gar nicht verkehrt, manchmal. Da könnte ich noch mehr über das ganze Thema sagen, aber das würde dann an dieser Stelle irgendwie den Rahmen sprengen. 

Clama: Welche Pläne habt ihr mit Clobberin Time für die Zukunft? 

Sascha: Ja, also erst einmal ist für uns das Wichtigste, am neuen Material zu arbeiten, damit wir irgendwann im nächsten Jahr auch wieder den Herrn Classen beglücken können.

Drei Grundgerüste stehen schon, aber wir wollen auf jeden Fall wieder eine LP raus hauen. Genug Ideen sind eigentlich da - mal schauen.  Dann noch die paar Shows spielen, die zurzeit schon gebucht sind (oder die noch dazukommen), und dann war es das auch schon im Großen und Ganzen mit diesem Jahr.

Für nächstes Jahr wollen wir dann ein bis zwei Touren in Angriff nehmen.  Eine davon soll eine Eurotour werden und die andere soll uns dann im Idealfall in die Staaten führen.  Mal gucken, mit welchen Bands es „On the Road“ geht, aber ein paar Gespräche gab es da schon.

Also, haltet die Ohren auf für Neuigkeiten. 

CT 2006

RB$ CREW 
 

Interview by Marcel Brozeit 

www.clobberintime.de

www.myspace.com/clobberintime

 

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