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Oldschool trifft Jungblut
Freitag, 18 August 2006

Klein und halbwegs unangekündigt spielte am 10. Juni die Hardcore-Legende Agnostic Front in der Alten Piesel in der Nähe von Fulda. Dieser wirklich abgelegene Kleinschuppen in einem 2000 Seelenkaff sollte für einige Stunden Mittelpunkt der Hardcorewelt Mitteldeutschlands sein.

Danach sah es anfangs gar nicht aus. Zum einen war auf der Homepage von Agnostic Front der Piesel-Gig nicht einmal angekündigt worden. Und zum anderen mal ehrlich: Wer würde sich schon an einem Montagabend in ein solches Nest verirren?

Ein bisschen mehr als 200 Leute hatten es dann tatsächlich geschafft. Von überall her waren die hartgesottenen Fans gekommen und das nicht nur wegen det New Yorker. Einige hatten es auch auf die Vorband, First Blood, abgesehen. Die fünf Jungs aus San Francisco haben im Mai mit ihrem neuen Album „Killfornia“, das auf Trustkill Records erschien, ein wunderbares Metalcore-Exempel statuiert. Ihre zwölf Tracks strotzen nur so vor Energie, und die Stimme von Sänger Carl Schwartz brennt sich in der Seele fest.

Bis die 200 angereisten Hardcorejünger allerdings in den Geschmack dieser beiden hochkarätigen Bands kamen, verging noch einige Zeit. Einlass war zwar pünktlich um 20.00 Uhr, doch der für 20.30 Uhr geplante Beginn zögerte sich hinaus. Nicht etwa, weil die Bands das Publikum etwas auf die Folter spannen wollten, nein schlicht technische Probleme mit der Anlage waren Schuld. So hetzte ein Mitarbeiter des Piesel in gelbem Shirt zwanzig oder dreißig mal vom Mischpult zu den Micros auf der Bühne und wieder zurück. Als diese Mängel dann behoben waren, musste First Blood vor eingelassenem Publikum noch den Sound checken. Vermeidbare Peinlichkeiten. So ist es kein Wunder, dass sich im Publikum erste Unzufriedenheit zeigte.

Um 21.30 Uhr ging es dann aber richtig zur Sache. Mit ihrem knallenden Song „First Blood“ war die gleichnamige Band von der ersten Sekunde an präsent. Die reißerischen Zerstörungswogen der Kalifornier prallten allerdings vorerst an einem relativ steifen Publikum ab. Schade eigentlich, denn First Blood bewies schon beim ersten Song, dass sie nicht irgendeine x-beliebige Vorband für die Althelden war. Weiter ging es mit „Suffocate,“ einem weiteren Track ihres neuen Albums, der die Leute schon etwas mehr in Wallung brachte. Doch es brauchte schon „Drown“, den einzigen Song ihrer Show, der nicht von „Killafornia“ stammt, um wenigstens einen kleinen Moshpit auszulösen. Man merkte nicht zuletzt an den Reaktionen auf First Blood, dass Oi-Punks das Publikum dominierten. Von denen hoben sich die meisten ihre Kräfte für die Show von Agnostic Front auf. Dennoch muss man sagen, dass First Blood eine geniale Performance hinlegte, die sowohl unglaublich energiegeladen als auch musikalisch präzise war. Einziges Manko war dann auch, dass die Newcomer schon nach 40 Minuten aufhören mussten. Es gab noch zwei Zugaben. Danach wurde umgebaut.

Um 22.30 Uhr begannen dann endlich die New Yorker Väter des Hardcore. Man merkte sofort, dass diese Kerle da oben Hardcore leben. Nicht nur, dass die Shouts von Roger Miret den ganzen Club erbeben ließen und von der ersten Minute an gemosht wurde wie der Wahnsinn, auch die explodierende Bühnenperformance zeugte davon, dass Agnostic Front noch lange nicht zum alten Eisen gezählt werden darf. Gestartet waren die fünf Urgesteine mit „Fall of the Parasite“ vom 2004er Album „Another Voice“. Das Oi-dominierte Publikum ging sofort mit, und vor der Bühne bildete sich ein für die Verhältnisse riesiger Moshpit. Zwischenzeitlich flaute die Stimmung ein bisschen ab, doch sofort legten Agnostic Front nach und gaben ihren Fans keine Möglichkeit zur Pause. Man bekam eine gute Mischung aus Songs fast aller Alben zu hören. Dabei orientierte sich die Setlist grob am gerade neu erschienenen Livealbum „Live at CBGB“. Ein Höhepunkt war wie nicht anders zu erwarten „Crucified,“ bei dem gemosht wurde bis zur Extase. So angeheizt, bedurfte es zwei Songs später auch nur noch einer drehenden Armbewegung von Bassist Mike Gallo, um einen rasenden Circlepit heraufzubeschwören. Bleibt noch zu erwähnen, dass besagter Mike Gallo neben Sänger Roger Miret eine unglaublich energische Bühnenperformance hinlegte. Die Mosh- und Circlepits zogen sich bis „Gotta Go“ und „Riot Riot,“ bei denen die Bühne fast überrannt wurde. Trotz Verbotsschilder am Eingang konnte niemand die Stage-Diver aufhalten, sich von der Bühne ins Publikum fallen zu lassen. Als kleines Geschenk für die zahlreichen Ois gab Gitarrist Vinnie Stigma noch den Evergreen „Paulie, the beer drinking dog“ unter lautem Mitgegröle zum Besten. Als weitere Zugaben brachten die Legenden „Your Mistake“ und „Anthem“.

Alles in allem ein kleiner feiner Gig, der stimmungstechnisch nur bei First Blood noch hätte besser sein können.

 

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