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CD Reviews
Empty Vision - The Rise
Sonntag, 24 Dezember 2006
emptyvisionriseup„Das ist die beste Hardcoreplatte 2006 – der Wahnsinn“, schrieb mir ein Freund aufgeregt, nachdem er eine Release-Show in Hannover mit weit über 100 Leuten abgefeiert hatte. „The Rise“ hieß das Album, EMPTY VISION war die Band. Anfang des Jahres aufgenommen und zu Novemberbeginn mit kurzer Verspätung bei Fields of Hope Records veröffentlicht, liefert die aktuelle CD der Jungs aus der Harzer Gegend elf Songs, die einen aufhorchen lassen.

Thema ist, wie der Titel des Albums schon verrät, sich schlicht nicht unterbuttern zu lassen. Das wird dann nicht nur durch die Texte der Songs „Unbreakable“, „We are the change“ und „Bloody knees“ unmissverständlich klargestellt. Das Album fängt mit „The Rise“ an und biegt den Spannungsbogen gleich ganz nach hinten durch. Losgelassen knallen einem Singanlongs, Breaks und einfallsreiche Bridges um die Ohren. Der Energielevel bleibt fast beständig auf hohem Niveau und lässt dabei auch Gänsehautfeeling á la „Comeback Kid“ entstehen: „We are the change“. Der Sound der fünf Bandelemente bilden eine Allianz, bei der die Funken sprühen – Captain Planet lässt grüßen. Melodien spielen dabei eine große Rolle. Immer wieder tauchen eingängige Solo-Melodien auf, die einem irgendwie über das ganze Album und darüber hinaus nicht mehr los lassen. Prägnante Stellen sind vor allem im vierten Song „In our Hands“ und im „Sundown“ zu finden. Aber auch sonst machen die unterschiedlichen Stimmen der Gitarren den Sound ständig interessant. Der Bass und das Schlagzeug fügen sich dabei prima in das Gebilde ein und funktionieren gut zusammen. Interessantes Detail ist außerdem, dass sich viele Textpassagen reimen, was den Vocalpart noch mehr Schwung verleiht. Akustische Intros und Outros bieten ebenfalls Abwechslung: Ob mit Gitarre oder am Klavier. EMPTY VISION runden „The Rise“, bei dem Gitarrist Alan (20) alle Saiteninstrumente einspielte, mit „Sundown“ ab und lehnen sich laut Songtext schließlich entspannt zurück.

Auch das Design des Booklets beteiligt sich am Thema. Dafür wurde eine Skyline aus dem Gebiet Hannovers (Quelle: desperatedays) zusammengebastelt und in eine Abend-/Morgenstimmung versetzt. Interpretatorisch gibt es auch hier einiges heraus zu lesen. Man könnte der Band aber auch schließlich die Kritik vorwerfen, dass man sich insgesamt zu stark an ein Konzept gehalten hat und sich die Texte der elf Songs thematisch kaum aus dem Fokus bewegen. Ob es die beste Hardcoreplatte 2006 ist, sei dahin gestellt, aber gehört sie, rein subjektiv bewertet, dennoch ganz nach oben in die „Modern-Melodic-Hardcore“-Stilrichtung. „I end this day satisfied“, sind auch die letzten Worte von Sänger Michael (22). Anscheinend müssen sich er, Alan (Git), Christian (Git), Hajo (Bass) und Tilmann (Drums) über einen neuen Bandnamen Gedanken machen.

Autor:Robin Rothweiler
Homepage:http://www.emptyvision.de



 
Ritual - Precious Times
Mittwoch, 13 Dezember 2006

ritual-precioustimesDie "Precious Times" ruft Ritual mit ihrem aktuellen Album aus. Die fünf Jungs aus Recklinghausen sagen von sich selbst, dass sie weder professionelle Musiker sind, noch Poeten - umso ehrlicher ist ihre Scheibe vielleicht gerade deshalb.

Ritual rütteln richtig. Dazu sind sie laut, verzerrt und dröhnen. Dieser "schmutzige" Sound passt zu ihren direkten Themen. Für Julians Vocals wurde ordentlich am Verzerrer gedreht. Das hört sich ungefähr so an, als würde er durch einen alten Volksempfänger (an dessen Alter auch das Artwork der CD erinnert) schreien oder direkt durch die Abflussrohre der Gesellschaft: "You swollow shit, You swollow everything".

Die Texte sind verbittert, aber nicht so düster, dass sie nicht irgendwie jeden berühren könnten, der sich das 21 Minuten lange Werk anhört. So setzt sich die Band mit den alltäglichen Widersprüchen des Lebens  auseinander. In dem Song "Death is certain, Life is not" geht es beispielsweise darum, die Beine in die Hand zu nehmen, um die Welt außerhalb der Routine zu erleben: "Don´t you think it is time?". "Actress, little Actress" handelt von der typischen Arbeiterbiene: "Play dead, receive your mission". Auch sonst wurde auf den Inhalt der Texte besonderen Wert gelegt, die darauf warten, aufmerksam mitgelesen zu werden.

Überraschende Parallelen in harmonischer Hinsicht gibt es im fünften Song "Impressions" zu Empty Vision, die ebenfalls kürzlich ihr Album "The Rise" bei Fields-of-Hope-Records veröffentlichten.
Ansonsten gestaltet sich die Band musikalisch auf das erste Hinhören eher wenig verspielt, was nicht bedeutet, dass ihre Riffs nicht einfallsreich sind.

Die Basis bildet dabei der Old-School-Style, der gekonnt durch viele Brakes, kleine Solos und Taktwechsel von Danny (Guit), Kevin (Bass) und Phillip (Drums) interessant gemacht wird. Auch am Mischpult wurde einiges gedreht, um interessante Intros und Outros zu erzeugen. Singalongs sind auch dabei. Obwohl "Precious Times" bereits im Juni erschien, ist sie auch jetzt zu Weihnachten sehr gut geeignet, um den Tannenbaum flach zu legen und einiges durcheinander zu bringen: "Forget about the rules".

Autor:Robin Rothweiler
Homepage:www.myspace.com/xritualx

 
The Italian Stallion - The Collapze
Mittwoch, 29 November 2006
itDie Songs der Wegberger „The Italian Stallion“ haben keine zwei Seiten. Und das, obwohl ihre aktuelle Scheibe „The Collapze“ im 7-Format auf Vinyl gepresst ist. Entweder man dreht auf und pfeift sich die elf Songs rein, die so schnell sind, dass man kaum mit dem Wenden nachkommt oder man verbringt den halben Tag damit, sich das einfache gute Insert zu Gemühte zu führen, die Texte zu lesen, die anschließend auch noch mit einem Statement der Band versehen sind und sich das geile Neon-Artwork rein zu ziehen - das ist wohl der einzige Kompromiss, den sich diese Scheibe erlaubt.

Sicherlich sind die Songs der Stallions dann genauso schnell und hart, aber es bleibt dabei eine Menge hängen. Zu sagen haben die Jungs, die im März auf Europatournee gehen, nämlich ganz schön viel - pissed off. Angepisst im ersten Song „The Collapze“ von religiösen Konflikten „don´t be a sheep, noone´s your leader, noone´s your master“. Unzufrieden mit der bizarren Selbstdarstellung mancher Anhänger der HC-Szene und fragen sich, was wohl „real“ Hardcore sein soll (“good bye - tough guy, trash or die”) und throaten darüber, nicht weg zu schauen, auch wenn andere schon wieder das Pokerface aufsetzen („Don´t damn Izzy“). Zwar schrammen die Fünf dabei knapp am Wir-finden-alles-scheiße-weil-wir-Punker-sind-Klischee vorbei, bleiben aber auf jeden Fall originell und scheinen es dabei wirklich ernst zu meinen - wobei eine ordentliche Portion Humor nicht zu kurz kommt.

Die direkten Texte werden mit prügeldem Schlagzeug und zwei Akkordwechsel pro Sekunde untermalt, was einfach Laune macht. Auch als Nicht-Trash-Core/punk-Anhänger läuft der Sound von Makke (Drums), Kohlen (Voc.), Rix (Git. / Backings), Asma (Git.) und Hensen (Bass / Backings) gut rein - hat man sich erst an den Speed gewöhnt. Für Freunde des schnellen Punks passt der Sound ohnehin wie die Faust aufs Auge. „The Collapze“ erschien bereits im Juni bei Musikzimmer-Records und wurde 500-mal gepresst.

Laut den Stallions soll ihr Album bereits ende Dezember / anfang 2007 erscheinen.

Autor:Robin Rothweiler
Homepage: www.theitalianstallion.de

 
Ruiner - What could possibly go right?
Sonntag, 05 November 2006
cover_ruiner_web„WHAT THE FUCK?“, ist das Erste, was einem bei der aktuellen MCD „What could possibly go right“ von Ruiner entgegen schreit. Emotional, energiereich sprinten die Jungs aus Baltimore komplett durch ihre acht Songs der erst kürzlich aufgenommenen Scheibe (1917 Records). Die sind zwar schnell an einem vorbeigeprügelt – hinterlassen aber dafür ihre Spuren. Ständig ist man versucht, mit der fünfköpfigen Band, die sich erst 2004 gegründet haben, die Faust zu ballen: „SO FUCK YOU, FUCK YOU…“.

Ruiner sind nämlich richtig angepisst und vom Leben enttäuscht. Sie haben genug davon, ständig etwas hinter her zu jagen. Sie glauben nicht mehr an Märchen und schon gar nicht mehr an Träume. Wie der Titel schon verrät, geht sowieso immer fast alles schief. Wenn sie eine Zeitmaschine hätten, würden sie am liebsten alles rückgängig machen, was sie schon verbockt haben.

Dennoch: „YOU KNOW I´LL NEVER SAY…STOP“, ist sicher Sänger Rob beim zweiten Song „Paint Pearls“ sicher. Obwohl die Band durchgängig das Schicksal verflucht, geben sie mit ihrem Sound dermaßen Gas, dass man schnell in Aufbruchstimung gerät – trotz der etwas pessimistischen Grundstimmung. Abwechslung bringen langsamere, aber kraftvolle Parts mit Singalongs. Die Stimme des Sängers ist zwar auf einem hohen Gain-Level, bleibt dabei aber verständlich. Instrumental sorgen die beiden Gitarristen vor allem für Abwechslung. Meistens zweistimmig wird es auch nicht langweilig. Das liegt wohl auch an den einfallsreichen Soloparts.

Drummer Joey beschränkt sich auf punkigen Schlagzeugsound – viele Wirbel, Breaks und Prügel-Takte. Double-Base gibt es nicht. Der „fast energetic melodic hardcore“ (Danny, Gitarre) ist nicht für die harte Beatdown-Fraktion gemacht, sondern bringt in erster Linie Spaß. Highlights der kleinen Scheibe sind sicherlich „Out go the candles“ und „Once loved“.

Wer darauf steht, sollte nicht nervös werden: Bis 19. November sind sie noch auf Europatour (letzte Show in Cottbus).

Autor:Robin
Homepage: http://www.youruiner.com/

 
The Warriors - Beyond The Noise
Sonntag, 05 November 2006
twZwei Jahre nach „War Is Hell“ kehren The Warriors mit „Beyound The Noise“ auf Eulogy Recordings zurück. Nach zwei Jahren Arbeit an einem Album kann durchaus mehr erwartet werden. Der Sound von The Warriors ist stumpf, langweilig und schießt absolut an allen Entwicklungen in der Hardcore-Szene vorbei.

Die Mischung aus Old School, Post-Hardcore und Metalelementen fügt sich nicht zu einem runden Gesamtkonzept zusammen, sondern wirkt eher bunt zusammen gewürfelt. Einigen mag diese experimentelle Mischung interessant erscheinen, aber The Warriors schaffen es nicht, diese verschiedenen Facetten unter einen Hut zu bringen, der auch gut klingt. Die 13 Tracks begeistern nicht – sie rauschen einfach nur durch die Gehörgänge durch. Ein Sound, der förmlich in das eine Ohr rein saust, um dann wieder durch das andere rauszuflutschen.

„Beyound The Noise“ ist eine langatmige Scheibe, die an keiner Stelle innovativ oder wirklich eigenständig ist. Eher ein enttäuschendes Release, welches hier zu Lande bei Alveran vertrieben wird.

Auto:Dave
Homepage: http://www.myspace.com/thewarriors

 
Righteous Jams - Business As Usual
Freitag, 03 November 2006
righteousjams_businessDie Gründungsgeschichte von Righteous Jams ähnelt einem schlechten Hollywood-Film. Sänger Joey Contrada und Elgin James lernten sich beim Versuch, einen Raubüberfall zu verhindern, kennen. Danach beschlossen das ehemalige Mitglied von Invasion und Stop and Think und sein jetziger musikalischer Gefährte von Wrecking Crew, zusammen ein Projekt auf die Beine zu stellen und gemeinsam Musik zu machen. Das war die Geburtsstunde von Righteous Jams. Justin De Tore und Derek Scace waren auch schon bei Invasion und Mental dabei und runden die Formation ab.

Nun haben die Jungs ihr zweites Full-Lenght nach „Rage Of Discipline“ raus gehauen. „Business As Usual“, das auf Abacus Recordings erscheint, widmet sich geradlinig einem Thema. Den Plot aus dem Film „Vision Quest“ hat sich die Bostoner Band als Leitfaden für ihre neun Songs genommen. Es geht um einen High School Ringer, der nur ein Ziel hat, dafür hart und ausdauernd trainiert, um am Ende dort anzugelangen, wo er hin wollte.

In Songs wie „More Is More“ oder „Instinct And Music“ kommt genau diese Botschaft rüber. Nicht nur textlich schafft es die Band, das Thema des Films aufzunehmen, sondern auch musikalisch spiegelt es den Leidensweg des High School Ringers wieder. Das durchdachte Songwriting lässt darauf schließen, dass Righteous Jams einen ähnlichen Weg bis zum fertigen Album hinter sich gebracht haben.

Die Beschreibung ihres Sounds hört sich am Anfang vielleicht etwas merkwürdig an, aber im Kern der Sache trifft sie genau auf den Punkt. „Muscle Rock“ nennen die Bostoner ihren derb angehauchten Old School Sound. Mit ihrer Beschreibung liegen sie genau deshalb richtig, weil sie sich in keine Schublade oder Nische des Hardcore drängen lassen.

Righteous Jams trumpfen mit klassischen Old School Riffs aus den besten Tagen des Hardcore auf. Trotzdem bleibt es ein eher ruhiger, aber dennoch aggressiver Stil. Der Sound ist einfach rockig und grooved. Musikalisch schaffen sie es, aus der Masse an Bands mit ihren Songs hervorzustechen.

Autor:David
Homepage: www.righteousjams.com


 
Glass Casket - Desperate Mans
Freitag, 03 November 2006
glasscasketdeadmansdiary "Phenomenon“ ist der etwas langweilige und ruhige Opener von der zweiten Full Lengths-Scheibe von Glass Casket. Der Song, der eher etwas einschläfernd wirkt, lässt nicht erahnen, welcher brachiale, mörderische, explosive Sound mit dem Song „Too Scared To Live“ danach kommt. Die neun Songs von „Desperate Mans’s Diary“ sind durch die Bank weg innovativer, sehr spielerischer und fast genialer Death Metal. An keiner Stelle kommt die Scheibe langweilig oder gar platt rüber, sondern demonstriert, dass die fünf Bandmitglieder an ihren Instrumenten oder am Mikrofon wahre Könner sind.

Titel wie „A Cork Stops The Winning“ oder „Name Above All Names“ sind nur einige Beispiele für ein durchgängig gutes und vielleicht sogar bahnbrechendes Album. Adam Cody

schmettert einen mit seiner Stimme nieder. Harte Riffs und heftige Drums dominieren die instrumentale Seite von „Desperate Mans’s Diary“, aber auch ruhigere Parts kommen nicht zu kurz. Der Track „Genesis“ zeigt sich eher von einer ruhigeren und melodischeren Seite. Der darauf folgende Song „Post Traumatic Death“ schlägt dann genau in die entgegen gesetzte Kerbe rein.

„Desperate Mans’s Diary“ ist eine ausgewogene, abwechslungsreiche und rundum dynamische und ausgereifte Platte, die jedem Hörer von spielerischem Death Metal mit Hardcore-Elementen Nahe gelegt werden kann.

Alveran Records hat sich mit dieser Band ohne den Hauch eines Zweifels eine wirklich wunderbare Death Metal Band an Land gezogen, die mit den ganz großen Namen ihrer Stilrichtung in Konkurrenz treten kann. Es ist bei Glass Casket mehr als schwer, einen Punkt zu finden, an dem Kritik überhaupt ansetzen kann. Natürlich ist der immer noch extravagante Sound dieser Band sicherlich nicht für jeden Geschmack geeignet, aber dennoch bleibt die Qualität dieser Extravaganz unbestritten.

Autor:David
Homepage: http://www.glasscasket.com

 
Set your Goals - Munity
Freitag, 27 Oktober 2006
setyourgoals-mutinityWenn fünf Jungs aus Kalifornien ihr Album "Munity"( Meuterei) nennen, erwartet man viel. Doch mit abenteuerlichen Piratengeschichten und "Widerstand" hat die zweite Release der Kombo "Set your Goals" nicht viel zu tun. Vielmehr segeln die Alveran Matrosen die bekannten Seewege entlang und entdecken auf ihrer Route durch Poppunk und Hardcore wenig neues.

Musikalisch brauchen sich "Set your Goals" jedoch nicht zu verstecken. Im Gegensatz zu vielen anderen Punk Pop Bands geben sich die Jungs hörbar Mühe, abwechslungsreiche Tracks abzuliefern. Mit Double Basses, Breakdowns, raschen Tempowecheln, aber vor allem den eingängigen Refrains schaffen sie es, dem Hörer 11 straighte Punk Nummern abzuliefern. Den Vorwurf fehlender Kreativität müssen sich die fünf also nicht gefallen lassen, obwohl die angestrebte Mischung von melodischem Punk und druckvollem Hardcore mal mehr oder weniger zufrieden stellend für die Anhänger der jeweiligen Sparte gelingt. Verwunderlich bleibt nur, dass die erste Release "Reset" der Kalifornier eigentlich doch einstimmig mit Größen wie "Gorilla Buiscuits" oder "Black Flag" verglichen wurde und die neue Release "Munity" hingegen mit Bands wie "Blink 182", "Sum41" oder "Save the Day" verglichen wird.

Warum die 5 Jungs von ihrem schönen Minor Threat ahnlichen Sound zu doch eher akustisch angetouchtem und massenfähigen PopPunk Sound abgewichen sind, bleibt dahin gestellt. Wer sich also auf ein schnelles, aggressives und düsteres Punkgeschranze einstimmt - so ganz nach piratischer Manier, sollte sich doch lieber auf eine Weichspühlerpackung Traumschiff vorbereiten.

Autor: Nils Böhm
Homepage: http://www.setyourgoals.com

 
Circle Of Death - Hard To Live
Samstag, 26 August 2006
codSeit drei Jahren spielen Circle Of Death unzählige Live-Shows im ganzen Ruhrgebiet und dem Dreiländereck. Sie haben sich zu regionaler Bekanntheit im Pott hochgespielt. Mit Szene-Größen wie Everybody Gets Hurt oder No Innocent Victim stand die relativ junge Band bereits auf der Bühne.

Nach zwei bereits produzierten Demos ist jetzt die erste EP der Jungs aus Duisburg erschienen. „Hard To Live“ ist ein bodenständiges, „lust-auf-mehr-machendes“ Erstlingswerk, das Circle Of Death im Sonic Sound Studio in Viersen aufgenommen hat.

Die ersten Songs sind etwas schleppend. Viele Titel vertragen durchaus etwas mehr Tempo, da die lang gezogenen Parts sich recht mühsam anhören. Nicht bei jedem Hörer müssen diese Parts negativ ins Ohr fallen. In erster Linie bleibt es den verschiedenen Geschmäckern überlassen, an dieser Stelle Lob oder Kritik zu üben.

Auf der zweiten Hälfte der Scheibe machen die Songs richtig Dampf. Tracks wie „Teamkiller“ oder „Do It“ bringen gewiss die meisten Pits zum Beben.

Im ganzen kommt Circle Of Death mit typischem modernen Hardcore Sound daher: Dröhnende Gitarrenriffs, Doublebassattacken, Beatdowns, Gangshouts, ein tiefer grunzartiger Shout und jede Menge Moshparts.

Insgesamt serviert Circle Of Death auf dem Silberling „Hard To Live“ kernigen, aggressiven und brutalen Hardcore, der mit viel Intensität und Wut aus den Boxen schallt. Betrachtet man die sechs Songs plus Intro und Bonustrack, zeigt sich diese Band von einer sehr guten Seite. Potential für die Zukunft ist sicherlich vorhanden. „Hard To Live“ ist eine exzellente Vorlage für ein hoffentlich bald kommendes Album – auf dem Circle Of Death bestimmt noch einiges zeigen kann.

Autor:David

Homepage: http://www.myspace.com/circleofdeath 



 
Full Blown Chaos - Within The Grasp Of Titans
Montag, 21 August 2006
fullblownchaoswithinthegraspoftitansMit „Within The Grasp Of Titans” knüpfen Full Blown Chaos genau da an, wo sie mit „Wake The Demon“ aufgehört haben. Musikalisch hat sich die Band kaum weiterentwickelt. Der Sound glänzt immer noch durch sein hohes Tempo, seine Aggressivität und Brutalität, die alles niederwalzen. Ganz im Zeichen der New Yorker Hardcore-Szene gesellt sich Full Blown Chaos mittlerweile zu Bands wie Sworn Enemy oder Irate.

Eine Meisterleistung ist die neue Scheibe der Band aber nicht, sondern nur eine handfeste Fortesetzung des bisherigen Stils. Neue Fans wird „Within The Grasp Of Titans“ ganz sicher nicht ansprechen, aber diejenigen, die bereits gefallen am Sound von Full Blown Chaos gefunden haben, werden die dreizehn Songs sicher mögen.

Metalriffs und Doublebass mischen sich zu einem Hardcore-Einheitsbrei, der mit absoluter Sicherheit viele Anhänger in der Szene hat, aber keine innovative oder nur annähernd kreative Neuerung darstellt. Der Mittelteil des Silberlings versteht es noch am besten zu überzeugen. Songs wie „Rise and Fight“ oder „Life Of Sorrow“ sind gelungene Stücke, die zeigen, dass diese Band auch anders kann. Leider sind die wenigen herausragenden Songs umrahmt von mittelmäßigem Hardcore-Sound, der schon tausend Mal zuvor von anderen Bands gespielt wurde. Halt genau die typische Mikrowellen-Fertigkost wie man sie von Full Blown Choas nicht mehr erwarten sollte. Immerhin kann diese Band auf eine relativ lange Bandgeschichte zurückblicken, in der sie durchaus bessere Releases produziert hat.

Nichtsdestotrotz haut die neue Scheibe genau in die Kerbe, die ihre Fans nicht verschrecken wird. Das Resultat ist ein bodenständiges, an einigen Stellen gut klingendes Album, das es aber nicht schafft, neue Gipfel zu erstürmen, sondern auf der Stelle stehen geblieben ist.

 

Autor:David

Homepage: http://www.fullblownchaos.com

 



 
Narziss - Solange das Herz schlägt
Samstag, 19 August 2006
narziss_solangedasherzschlaegtNarziss sind wieder mit einem neuen Album am Start. Dieses Mal erscheint die Scheibe aber nicht auf dem eigenen Label Circulation, sondern auf Alveran Records. Dadurch ist eine außerordentlich gute Produktion des Releases zustande gekommen.

Ansonsten hat sich bei Narziss nicht viel verändert. Sie spielen immer noch geschliffenen und sehr deftigen Metalcore, beim dem vor allem die deutschen Texte auffallen. Im Gegensatz zum Vorgänger „Neue Welt“, hat die Band mehr cleane Gesangsparts in das Songwriting einfließen lassen. An einigen Stellen wirkt diese neue Facette sehr gut platziert, wie bei „Der Puppenspieler“. An anderen Stellen hätte man gerne wieder eher einen rauen und dreckigen Sound gehabt. Dies kann aber mit Sicherheit reine Geschmacksache sein und ist kein entscheidender Kritikpunkt.

Größtenteils geben die Songs durchgängig Vollgas und moshen mehr oder weniger elf Songs lang durch. Keiner der Songs wirkt plump dahingespielt, sondern es ist klar, dass es versierte Musiker sind, die da an den Instrumenten und am Mikrofon stehen. „Morgen nicht geboren“ und „Keine Grenzen“ sind exzellente Beispiele dafür, warum Narziss zu den ausgereiftesten Bands in der deutschen Metalcore-Szene gehören. Tolle Metalriffs, druckvolle Drums und eine facettenreiche Stimme sorgen beim Hörer einfach nur für Spaß, wenn die Scheibe angespielt wird

 

Autor:David

Homepage: http://www.myspace.com/narziss

 



 
Casey Jones – The Messenger
Freitag, 18 August 2006
casyjones

Casey Jones, das ist Straight Edge Hardcore von ehemaligen und aktuellen Mitgliedern von Evergreen Terrace. Bereits mit ihrem Debüt „The Few, The Proud, The Crucial“ schaffte es die Formation, für Furore zu sorgen. Sie verknüpften melodischen Straight Edge Hardcore mit humoristischen Elementen. Diese Komposition aus Humor und Straight Edge trug zu einigen Kontroversen um den Sound von Casey Jones bei. Das Resultat dieser Mischung waren lyrisch sehr extravagante und musikalisch hörenswerte Songs, aber mit dem neuen Album „The Messenger“ gelingt den Jungs jetzt der große Wurf nach dem Abschied von Indianola Records, Erschienen ist das Album auf Eulogy Recordings.

In den neuen zwölf Songs verarbeiten die Jungs einen Haufen an stilistischen Raffinessen, die ein anregendes musikalisches Feuerwerk garantieren. Das Tempo der Songs variiert häufig und schnell. Sicherlich prägt genau das den vielseitigen und durchaus individuellen Charakter der Songs. Mit Singalongs, Gangshouts und Moshparts hält sich Casey Jones auf „The Messenger“ ebenfalls nicht zurück. Sogar einige metallische Einflüsse finden Platz im Songwriting der Band. Die einzelnen Elemente verknüpft sie zu einem runden Gesamtwerk.

Beachtlich ist aber die Entwicklung von „The Few, The Proud, The Crucial“ bis hin zu der neuen Scheibe „The Messenger“. An den Stellen, bei denen die Tracks von „The Few, The Proud, The Crucial“ noch nicht vollkommen ausgereift waren, da haben sich die Mitglieder immens gesteigert. In kürzester Zeit haben Casey Jones ihren Sound perfektioniert und ihr musikalisches Gleichgewicht gefunden. Die ungebremste Energie, die eindringliche Melodik und die Prise Humor kombiniert mit Straight Edge Plattitüden funktionieren außerordentlich gut. „Cokebongs and Sing-A-Longs“ und “No Donny, these men are straight edge” sind grandiose Beispiele für die textliche und musikalische Mischung von Casey Jones. Humor und Straight Edge gepaart mit dem Können von genialen Musikern ist die Nische, die diese Band für sich entdeckt hat. .

Autor:David

Homepage: http://www.myspace.com/caseyjonesxxx

 

 
Under Siege - Days of Dying Monuments
Mittwoch, 26 Juli 2006

 Under Siege – Deutscher Metalcore. „Schon wieder?“ mag der ein oder andere denken. Under Siege bestechen aber seit jeher mit einer außergewöhnlich hohen Stimme von Frontmann Henning. Im März erschien nun der neue Longplayer „Days of Dying Monuments“ auf Let It Burn Records. Zumindest scheint diese CD eine Full Length zu sein. Die ersten sieben Lieder, die tatsächlich neu sind, füllen jedoch höchstens eine EP. Die restlichen fünf Stücke stammen von der im Jahre 2004 erschienenen Split EP mit Labelkollegen A Traitor For Jesus, die aber seit langem ausverkauft ist.

Auf ihrer Webseite wird progressiver, fast „aus der Reihe tanzender“ Metalcore angekündigt. Wer diese Platte hört, weiß genau, was die Band damit meint. Hier konzentrieren sich die Künstler nicht auf musikalische Trends, sondern auf ihre Fähigkeit am jeweiligen Instrument. Das Intro „Dawn Of Ages“ erzeugt schnell eine dunkle Atmosphäre und Spannung. Doch sobald „Nightmare Engineer“ hereinbricht, kommt nicht der berühmte Übergang. Das Lied kann die hohen, fast brutalen Erwartungen, die beim Intro aufkommen, nicht ganz erfüllen. Denn das komplette Album zeichnet sich eher durch Harmonie und Melodie aus. Doch dies sollte der einzige Kritikpunkt bleiben. Wer sich an die ungewöhnlich hohe Metalstimme gewöhnt, bekommt mit „Days of Dying Monuments“ ein astreines Metalcorewerk auf den Tisch. Es kommt ohne Standard-Breakdowns aus, aber verzichtet dabei nicht auf Moshparts. Hier und da fühlt man sich an Darkest Hour und an Heaven Shall Burn erinnert, was aber die Abwechslung zwischen den einzelnen Songs wettmacht. Wo „Days of Dying Monuments“ und „Bloodred Ink, Crimson Paper“ eher mit langsamen Moshparts versehen sind, da glänzen „Rest In Ruins“ und „To An End“ mit präziser Schnelligkeit.

Der Titelsong ist das absolute Highlight der CD, da es jeden Pit zum Kochen bringen kann, und das, obwohl Under Siege sich nicht am aktuell beliebten Tough Guy Image bedienen. Vielleicht gerade deshalb. Die restlichen fünf Songs sind aufgewärmte Fertigkost.

Autor:Matthias

Homepage: http://www.undersiege.cc

 

 
Sirens - Calling
Dienstag, 25 Juli 2006

 Die Deutsche Straight Edge Hardcore Band Sirens hat mit ihrer EP „Calling“, die im Januar 2006 auf Let It Burn Records erschien, eine fünfzehnminütige Old-School Platte abgeliefert, die ohne jegliche Mode Erscheinungen einer „verkommenen“ Hardcore Szene recht „roh“ garniert ist.

Auf die Fresse und ohne Vorwarnung kommt der erste Song „Thorn in my Side“ daher. Merkwürdig ist jedoch das negative Songwriting: „Anger, Delusion, Confusion…i perish“ heißt es am Ende des Liedes, welches die positive Botschaft einer Hardcore Band nur wenig widerspiegelt. Auch „Trading Eyes“ geht eher in die „pissed-off“-Richtung, die zweifelsohne auch existiert. „And I Can’t Count The Words I Wanna Say To Make You Shut Up Now“ belegt, dass sich jenes Lied vor allem gegen Heuchelei ausspricht.

„All Beauty Must Die” ist eher ein seichter Song, der melodisch anfängt und somit eine Abwechslung zur restlichen EP darstellt. Aber auch „From Here“ überrascht! Ein Solo bei einer Old-School Band? Erstaunlich ist, was sich diese Band zutraut, die ihre erste Show mit Bane und Comeback Kid zusammen gespielt hat.

Die EP bietet nicht sonderlich viel. Positiv anzumerken ist jedoch die schmucke Aufmachung. Im schönen Digipak gibt es die EP, und das Booklet dazu ist ausgefallen. Die Songtexte sind, ähnlich einer Deutsch Klausur, von der Band analysiert worden, was eine besonders witzige Idee ist.

Autor:Matthias

Homepage: http://www.sirenscalling.com/

 

 
Misery Speaks - Misery Speaks
Montag, 24 Juli 2006

 Wow, Misery Speaks sind der Beweis, dass „truer“ Metalcore noch existiert. Und das im Deutschen Lande! Ihr weites Full-Length Album, das am 23. Juni auf Alveran Records erschien, kommt knüppeldick daher.

 Es steht den neusten Werken der in der Szene führenden Bands wie Heaven Shall Burn und Maroon in nichts nach. Die Münsteraner, die in ihrer Musik mehr Death Metal als Hardcore sehen, treffen den Hörer voll ins Gesicht mit dem Opener „First Bullet Hits“ – der Titel ist Programm. Melodie, Brutalität und ein Breakdown. Im weiteren Verlauf bleibt der Hardcore tatsächlich etwas auf der Strecke. Zwar haben auch Songs wie „Denial“ und vor allem „Casted By Halo“ energische Mosh Parts, aber nicht den klischeehaften, einfach gestrickten Trend-Breakdown. Außerdem sind die Könige des schwedischen Death Metal stets herauszuhören. So sind Gitarrenläufe à la Amon Amarth oder At The Gates allgegenwärtig. „Three Times Never“ zeigt sich zum Beispiel in allerbester Schwedenmanier, glänzt aber auch mit einem fiesen Moshpart. Auffällig bei Misery Speaks ist ebenfalls, dass Sänger Claus Ulka nicht zum zurzeit beliebten Mittel der Clean Vocals greift. Sein Organ erzeugt ausschließlich eine raue Metal-Stimme, wie sie nur wenige Metalcore Bands erreichen. Fast jedes der zwölf Lieder, die eine beachtliche Länge von 48 Minuten dauern, ist eine Hymne. Ob wir nun dazu Moshen oder „Headbangen“ wird Misery Speaks reichlich egal sein.

Dieses Album ist ein wahres Meisterwerk in einer Szene, die solche Platten nur noch selten hervorbringt. Das letzte Lied „All Bones Broken“ rundet das Gesamtwerk mit einem fünfminütigen Instrumentalstück perfekt ab. Hut ab! .

Autor:Matthias

Homepage:http://www.alveranrecords.com

 

 
Bury Your Dead - Beauty and the Breakdown
Montag, 26 Juni 2006

Mit Bury Your Dead nun mehr drittem Longplayer legt das Quintett aus Massachusetts die Messlatte wiederum hoch an, wenn es um das Genre des Beatdowns mit viel Metaleinfluss geht.

„Beauty and the Breakdown“ heißt das Werk, das am 11. Juli auf Victory Records erscheinen wird.

 

Der Band, die sich schon einmal auflöste und außerdem 14 Bandmitglieder sowie neun Tourfahrzeuge verschliss, geht es nicht um philosophische oder tiefgründige Texte, auch nicht um Ernsthaftigkeit bei der Musik. Es soll Spaß machen und die Fans zum Moshen bringen.

Und das schaffen die Jungs um Sänger Mat Bruso schon mit ihrem ersten Lied „House of Straw“. „The Poison Slipper“ überrascht mit einem Synthesizer-Intro – dies zeigt jedoch nur die Weiterentwicklung der Band. Durchaus passend gesellt sich der ungewöhnliche Synthesizer-Sound zu eher spartanisch gehaltenen Beatdown-Riffs. Bei diesem Lied kommt dann auch hier und da eine metallische Melodie durch, die an astreinen Metalcore erinnert. Das vierte Lied, „Twelfth Stroke of Midnight“, haut einen dann richtig aus den Socken. Voller Emotionen brüllt Frontmann Bruso die Texte heraus und schafft eine Symbiose zwischen Beatdown und Vocals. Live ist der Gesang des Liedes mit Echo in der Stimme sicherlich schwer hinzukriegen, ist aber bei der Energie, die eine „BYD“ Show darbietet, zu verkraften. „Trail of Crumbs“ lässt auch keine Verschnaufpause zu, was nicht zuletzt ein Markenzeichen von Bury Your Dead ist. Bei den Songtiteln haben sich die Amis wieder etwas Besonderes ausgedacht. Dienten bei „Cover your Tracks“ aus dem Jahre 2004 noch Tom Cruise Filme zur Betitelung der Songs, mussten jetzt für uns kaum erkennbare Märchen herhalten.

 

Halten wir fest: wer Beatdown liebt, muss sich an die wenigen Melodieläufe gewöhnen. Wer auf jegliche Art von „Auf-die-Fresse-HC“ abgehen kann, der ist bei Bury Your Dead mal wieder genau richtig. Hoffen wir nun, dass sie ihre im Herbst 2005 abgesagte Tour möglichst bald nachholen.

 

Autor:Matthias

Homepage:http://myspace.com/buryyourdead

 

 
Nasty - Declaring War
Sonntag, 25 Juni 2006
 Nach der ersten EP„The Beginning“ mit dem absoluten Beatdown-Mosh-Kracher „Just Us“, ist nun bei Fuck This Recordings das erste Full Lenght von Nasty erschienen. Und der erste Titel von Nasty „The Beginning“ ist scheinbar wortwörtlich zu nehmen, weil die Formation mit „Declaring War“ genau dort weiter macht, wo die alte Scheibe aufhört.
 
Die elf Songs mit Intro und Outro halten genau ein, was der Albumname bereits im Vorfeld verspricht: Kriegsgesang für den Kampf im Pit - das ist das Ergebnis des Songwritings der vier Jungs aus Aachen und Belgien.
 
Groovender Beatdown mit schnellen und knüppelharten Drumparts. Doublebass-Einlagen, die das Trommelfell auseinander reißen und sicherlich jeden Pit zum Moshen bringen. Die tiefe und dreckige Stimme von Shouter Matthias könnte nicht besser zum Sound von Nasty passen. Sie ist genau das, was Beatdown-Fans von einem Shout der Stilrichtung erwarten. Georgy und Ludo sorgen an der Gitarre und am Bass für den nötigen und typischen Beatdown-Rhythmus, während Fritz an den Drums ein sehr schnelles Tempo vorgibt, welches nur von einigen gut platzierten Breaks unterbrochen wird. Langsamere Parts, wie beim Song „Chaos“, geben nur kurze Zeit zum Verschnaufen, bevor die nächste Mosh-Attacke einsetzt. Natürlich dürfen Crew Vocals nicht fehlen: Der Song „Spitting Hatred“ trumpft genau mit diesen gemeinschaftlichen Shouts auf, die etwas Abwechslung in die Struktur der Songs bringen.
 
Gastauftritte gehören nicht zu den Ausnahmen auf „Declaring War“, sondern sind eher der Normalfall. Mitglieder von Vision of Disorder, Nassau Chainsaw, Whatever It Takes, Screamin’ Silence, Capital Punishment und First Alliance steuern ihren Teil zu dem neuen Werk von Nasty bei.
Nasty machen genau in dem Stil weiter, der bereits von „The Beginning“ den Leuten bekannt ist. Aber warum sollte eine Band auch gut bewährten Sound aufgeben, wenn die Machart der Songs ankommt und für Shows mit gigantischer Stimmung sorgt? Weiterentwickelt haben sich Nasty nicht, aber dennoch haben sie es geschafft, ein einwandfreies Full Lenght zu produzieren. „Declaring War“ ist genau das, was die Anhänger von Nasty wohl erwartet haben, aber bis zu ihrem nächsten Release sollte die Band schon etwas Neues präsentieren können. Sonst drohen sie, mit ihrem Sound eintönig zu werden, aber das trifft jetzt nicht auf Nasty zu.

 

Autor:David

Homepage:http://www.getnasty.de


 
Fall Of Serenity - Bloodred Salvation
Samstag, 24 Juni 2006

 Mit „Bloodred Salvation“ werfen die Thüringer ihre neue Scheibe auf den Plattenmarkt. Das Release veröffentlichen Lifeforce Records, die bereits mit einigen anderen metallischen Bands Erfolge hatten.

Die lange Erfahrung merkt der Hörer der Truppe von Fall Of Serenity definitiv an. Seit 1998 gibt es die Formation bereits. Eine Split mit Heaven Shall Burn und Touren Kataklysm, Marduk und Dismember sprechen bereits im Vorhinein für die Qualität dieser Platte.

 

Der Shout von René Betzold ist wesentlich dreckiger als bei den vorhergegangenen Releases. Er fügt sich jetzt besser in den Death-Metal-Sound von Fall Of Serenity ein. Alex Fischer und Eddy Langner sorgen mit melodischen Gitarrenparts dafür, dass es keinen platten Death Metal zu hören gibt. Bei den zehn Songs zupfen die Jungs gekonnt die Saiten ihrer Gitarren und Bässe – ein facettenreiches Songwriting. Am Schlagzeug legen die Songs ein mörderisches Tempo vor. Es knüppelt ein Schlagzeugfeuer auf einen ein, dass es Death-Metal-Fans zwingt, den Lautstärkeregler einen tick höher zu drehen. Ein absolut passender Schlagzeugpart zu dem Sound dieser Gruppe.

 

Selbst das sehr fragwürdige Keyboard bildet keinen Kontrast zur Stimmung von „Bloodred Salvation“. Es fügt sich je nach dem individuellen Geschmack des Hörers mehr oder weniger gut in die Songs ein. Leif Jensen von Dew Scented steuert sogar einen Gastauftritt auf dem Silberling bei.

 

Die auf dem Album gestreuten Samples nehmen etwas Fahrt aus dem Tempo der Songs, so prasselt nicht ununterbrochen der zwar spielerische, aber dennoch brachiale Gitarrensound auf einen ein.

Fall Of Serenity haben zwar noch nicht den Gipfel der Death-Metal-Bands erklommen, aber mit „Bloodred Salvation“ sind einige weitere Meter nach oben geschafft. Der Band kann durchaus eine kontinuierliche Steigerung in ihrer achtjährigen Bandgeschichte bescheinigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Jungs ihre Form weiter von Platte zu Platte steigern können.

 


Homepage:http://www.fallofserenity.com/

 

 
Nueva Etica – Inquebrantable
Freitag, 23 Juni 2006

 Zwei Sänger sind keine Besonderheit mehr, aber mit drei Sängern kann eine Band durchaus auftrumpfen. Die Argentinier Nueva Etica gehen mit drei Sängern an den Start. Zwar ist das jüngste Resultat „Inquebrantable“ vorzeigbar, aber wirklich Außergewöhnliches vollbringen die südamerikanischen Musiker mit „Inquebrantable“ nicht. Aber gut hören lassen sich die elf Songs mit Sicherheit.

 

Im Wechsel shouten alle drei Sänger die komplette Scheibe durch. Viel Abwechslung kommt dabei nicht auf. Vor allem ist es ärgerlich, wenn drei Sänger in einer Band sind und es schwer fällt, einen klaren Unterschied zu hören. Dampf machen Nueva Etica aber alle mal. Gesanglich wie instrumental malträtieren sie ihre Instrumente - meistens im Midtempo. Leider trägt die monotone Geschwindigkeit nicht zu etwas Abwechslung bei.

Dabei ist die musikalische Mischung der Songs eigentlich sehr gelungen. Gut gesetzte Breaks, deftige Doublebass und einige den Sound auflockernde melodische Gitarren- und Metalriffs.

 

Aus irgendeinem Grund schaffen es Nueva Etica aber nicht mit Songs wie „Por Los Que Resisten“ oder „Muerte Por Muerte“. Die Band bleibt immer im Schema von bekannten Größen und setzt keine eigenen Nuancen.

Eine argentinische Band mit drei Sängern könnte aber ohne große Umstände einen eigenständigen Sound kreieren, der jedem im Gedächtnis bleibt. Etwas Mut gehört natürlich bei musikalischer Innovation immer dazu, aber Vorreiter eines gewissen Styles haben genau diesen Mut bewiesen. Genau ins Raster von Hatebreed, Terror und No Innocent Victim passen Nueva Etica. Schade, dass sie ihr außergewöhnliches Potential nicht nutzen, um es schwerer zu machen, vergleichbare Bands zu finden. Immerhin sind die Jungs seit sieben Jahren dabei.

 


Homepage:http://www.xnuevaeticax.com.ar/

 

 
Screamin Silence & Last Day Ever - Amicizia Famiglia Per Sempre (Split)
Freitag, 23 Juni 2006

  Bereits mit ihrer MCD „XXS“ legten Screamin Silence die Messlatte für dieses Split-Release mit Last Day Ever gewaltig hoch. So gewaltig Songs wie „Fistful Music“ auf der „XXS“ durch die Boxen schmettern, so ernüchternd ist die Split „Amicizia Famiglia Per Sempre“. Zwar ist diese Scheibe immer noch ein akustisches Musterbeispiel für guten zeitgemäßen Hardcore, aber es fehlt ein richtiger Kracher, der noch in den Ohren klingt, wenn der Plattenspieler schon lange verstummt ist. Beim Opener „Wake Up“ brüllt Shouter Toni wesentlich tiefer ins Mikrofon, als es der Hörer noch von „XXS“ oder den Compilations der Band gewöhnt ist. Beim Song „Trust…“ ist anzumerken, dass die Band wesentlich verspielter geworden ist.

Mehr Tempo- und Stimmungswechsel als bei den älteren Songs, die streckenweise sogar in Death Metal Gefilde abdriften. Screamin Silence kehren dann aber immer wieder zum groovenden Beatdown zurück, den ihre Fans wohl mehr oder weniger von ihnen erwarten. Trotzdem schafft es die Band, mit Songs wie „I.D.C“ doch etwas technisch versierte Klänge anzustimmen, die vermutlich mit das Äußerste aus dem rausholen, was Beatdown an kreativem Spielraum lässt. Musikalisch heben sich Last Day Ever mit ihrem wirren und konfusen Sound von Screamin Silence ab. Mit einem ausgefeilten Songwriting, was sich sofort beim ersten Song „False Truth“ zeigt, dominieren Last Day Ever die Platte. Schön gesetzte Crew Vocals beim Song „Left In Suffocation“ machen ihren Part einfach eindringlicher. Breaks, Leads und die geschliffenen Riffs fügen sich zu einem stimmungsvollen Gesamtbild zusammen, welches Screamin Silence bei ihrem Teil fehlt. Zudem schaffen es Last Day Ever, wirklich melodische Parts in ihren trotzdem groovenden Sound zu verpacken. Dazu kommt ein Gesang, der im Wechsel kaum besser sein könnte. Einen Gehörgänge aufreibenden Schlagabtausch liefern sich Benny und Flo. „Amicizia Famiglia Per Sempre“ ist mit Sicherheit keine überragende Leistung. Obwohl Last Day Ever sehr stimmige und krachende Songs produziert haben.

 Den Gesamteindruck ziehen Screamin Silence dann wieder runter. Dabei hätten die Jungs aus diesen experimentierfreudigen Songs wesentlich mehr rausholen können, als sie es getan haben. Immerhin haben sie bereits gezeigt, dass sie zu den ganz Großen gehören.


Homepage:www.fuckthisrecordings.de

 
The Blackout Argument - Munich Angst
Freitag, 23 Juni 2006
 Die ehemaligen Mitglieder von Paint The Town Red und Flyswatter melden sich mit The Blackout Argument zurück. Die erste EP „Munich Angst“ wärmt aber keine althergebrachten Metalcore-Plattitüden auf, sondern versucht, sich selbst mit einer recht exotischen Mischung zu profilieren. Der Sound drängt den Eindruck einer Komposition aus den beiden Bands Evergreen Terrace und Stretcharmstrong auf.

Vielleicht ist diese platte Beschreibung mit zwei anderen Bandnamen etwas zu kurz gegriffen, aber so gegensätzlich der Stil von Evergreen Terrace und Stretcharmstrong ist, so neu sind die fünf Songs der EP Munich Angst. Gerade die Mischung aus den sehr ungleichen Ansätzen ist das Gütesiegel von The Blackout Argument
.
Die Musik pendelt zwischen faustdicken Hardcorelauten und eleganten Melodien, die sich nicht von einander abstoßen. Sie ergeben zusammen ein einheitliches und sehr stimmiges Bild. Metal, Emo, Hardcore vereint in einem symbiotischen Sound. Energetisch schallen einem klarerer Gesang, handfester Shout sowie Crew-Shouts und teilweise punkig und metallisch angehauchte Riffs aus den Boxen entgegen bei den Songs auf „Munich Angst“. Shouter Sinan und Bassist Sascha stehen für einen sehr treibenden und individuellen Sound, welcher der Band einen Wiedererkennungswert einbringt. Ob diese Merkmale der EP eher positiv zu bewerten sind oder eher ein Kriterium sind, die Band durchfallen zu lassen, soll jedem selber überlassen sein. „Regret in Stereo“ und „Maybe Yesteryear“ sind aber gewiss keine Songs, die dem oft praktizierten Einheitsbrei einer immer mehr am Mainstream orientierten Musiklandschaft entsprechen. Die Songs sind Originale, die mal wieder bestätigen, was ein vernünftiges Songwriting hervorbringen kann. Die Texte verarbeiten persönliche Verluste und Beziehungen. Inhaltlich füllen die Songs genau die Kerbe zwischen ruhigen Melodien, klarem Gesang auf der einen Seite und dem wütenden Hardcore auf der anderen. Das Cover ist von Top-Designer Angry Blue, der bereits für Metallica und Poison the Well am Werke war. Eine runde erste EP veröffentlichen die Bayern mit „Munich Angst“ auf Engineer Records.


Homepage:www.theblackoutargument.com


 
Tears of Blood - Kings will be Kings
Samstag, 17 Juni 2006

 Die 4-Track-Ep „Kings will be Kings“ des Hardcore-Vierers aus Oberhausen ist auf dem Mülheimer Label „Abarrado Records“ zu finden. Die Kombo kommt in bester Beatdown-Bollo-Manier daher. Für Liebhaber dieser Hardcore-Stilrichtung überzeugt sie schon nach den ersten Klängen.

Musikalisch bringen Tears of Blood soweit nichts Neues. Eine Mischung aus prolligem Shout und metal-lastigen Riffs machen Tears of Blood ganz anhörbar. Allerdings haut einen der Silberling auch nicht vom Hocker.
„Kings will be Kings“ demonstriert guten, kernigen Beatdown-Hardcore, der leider Gottes ein wenig Innovation vermissen lässt. Somit wirkt die MCD an einigen Stellen relativ eintönig.

Genau diese Tatsache verwundert einen, wenn man bedenkt, dass zwei der vier schliesslich schon bei „Indication“ gezockt haben und daher schon Jahre lang in der Szene vertreten sind. Gerade durch solch eine Erfahrung sollte doch etwas mehr drin sein. Der Band muss zu Gute gehalten werden, dass es immerhin ihr erstes Release ist. Mit dem Potential der erfahrenen Musiker ist bestimmt bei der zweiten Veröffentlichung mehr zu erwarten.

Wer den Sound von Shattered Realm oder Do Or Die gut leiden kann, ist mit „Kings will be Kings“ von Tears Of Blood keineswegs an der falschen Adresse. Mal ganz davon abgesehen, dass die Jungs live zumindest fett das Haus rocken - abgefahrene Kicks und Moves sind im Pit so gut wie vorprogrammiert.
Als kleines Bonbon befindet sich auf der CD noch ein Video von „Kings will be Kings“, das im Altenberg aufgezeichnet wurde und durch nette Moves und Crewposing brilliert.

Autor:Nils
Homepage:www.tearsofblood-online.de



 
First Blood - Killafornia
Montag, 01 Mai 2006
 First Blood? Noch nie gehört? Die ambitionierten Tough Guys aus San Francisco setzen sich aus ehemaligen Mitgliedern von Terror, Sworn Vengeance, Embrace The End und Alcatraz zusammen.

Trotz der jungen Bandgeschichte haben sich die Jungs um den Ex-Basser von Terror, Carl Schwartz, schon eine beachtliche Fangemeinde erspielt. Die Split EP mit Blacklisted erlangte in der Szene Kultstatus. Das erste Full-Length Album, das auf Trustkill Records am 2. Mai erscheint, erwartet die Fangemeinde bereits begierig.

Der erste Song überrascht zunächst – verglichen mit der EP. Ohne Höhepunkt schnell heruntergespielt; ein Sample an den Anfang, dazu ein Paar Crew-Vocals und fertig ist der Opener. Der zweite Song, der passender Weise „First Blood“ heißt, zeigt dann die eigentliche Richtung der Band: Zerstörerische Breakdowns! Eine gute Prise Two-Step Parts und viele Crew-Vocals bringen Abwechslung in die harte Mosh-Musik.

Der Song „Conspiracy“ zeigt die volle Bandbreite der Band. Schnelle Thrash Metal Parts, gestreut zwischen Hardcore Passagen, ergeben ein rundes Gesamtwerk.

Musikalisch gesehen hören wir nichts Neuartiges von First Blood, sie bringen den Tough Guy Hardcore jedoch kurzweilig und brutal herüber, so dass sie live das Publikum zum Moshen bringen werden. Parallelen zu Terror und Hatebreed sind vielleicht nicht zufällig, wenn wir bedenken, dass diese beiden Formationen zurzeit die bestimmenden Bands im HC-Geschäft sind.

Die Texte betreffend besingen First Blood jene Dinge, die für die meisten HC-Bands seit jeher üblich sind. Sie schreiben über die Zustände, die sie aufregen – und das immer und immer wieder. Die Kalifornier haben es auf die heutige Gesellschaft abgesehen und kritisieren das Großstadtleben massiv, was nicht zuletzt der Albumtitel „Killafornia“ verrät. Jedoch dürfen die typischen Hardcore Attitüden nicht fehlen. Der Song „Victim“ appelliert lautstark: „Defend your life, defend your soul!“

Es lässt sich zusammenfassen, dass First Blood ein sehr gutes, modernes Hardcore Album auf den Markt bringen, das aus der großen Szene definitiv, dank der famosen Besetzung MPund der brutalen Breakdowns heraus sticht.

Anspieltipps: „First Blood“, „Victim“, „Armageddon“

Autor:Matthias
Homepage:myspace.com/firstblood



 
Dead To Fall - The Phoenix Throne
Montag, 01 Mai 2006
 Dead To Fall haben im Jahre 2002 mit dem Album „All I touch falls to Pieces“ ein Metalcore Album für die Ewigkeit abgeliefert.

Nach „Villainy & Virtue“ von 2004 erschien auf Victory Records am 4. April 2006 das heiß erwartete dritte Studioalbum der Jungs aus Illinois: Es erhielt den Titel „The Phoenix Throne“.

Was beim Hören sofort auffällt, ist die musikalische Neuorientierung des Quintetts. Das liegt schlicht an mehreren Line-Up Veränderung bei Dead To Fall.

Momentan stehen drei ehemalige Mitglieder der befreundeten, aber nicht mehr existenten Metalcore Band „Nehemiah“ an den Klampfen. Der Sound Nehemiahs lebt in Dead To Fall weiter. Nehemiah orientierten sich stark an der Musik, der schwedischen Death Metal Band Opeth. Auch die Lieder „Servant of Sorrow“ und „Doomed to Failure“ von Dead To Fall sind verschiedenen Opeth Songs zum Verwechseln ähnlich. Die zehn Songs kreieren auf diese Weise eine selten gehörte dunkle, fast melancholische Atmosphäre.

Die ersten beiden Songs von „The Phoenix Throne“ bleiben zunächst im altbewährten Dead To Fall Stil. Melodiöse Gitarrenläufe und langsame Breakdowns, wie sie jeder von der Formation kennt. Dann auffällig progressiver Sound in „Smoke & Mirrors“.

Leider zerrissen Kritiker das Debüt der Amerikaner wegen der infantilen Lyrics. Diese sind bis heute zu einem Mix aus Poesie und Fantasie gereift. In „Doomed to Failure“ beschreibt Bandleader Jonathan Hunt zwei rivalisierende Träume. „Guillotine Dream“ handelt von einer Person, die auf ihre Exekution wartet und in „Chum Fiesta“ geht es um einen Haiangriff.

„Corpse Collector“ ist das obligatorische Instrumentalstück, das den Wandel zum individuellen Metalcore Sound einmal mehr signalisiert. Ein Produkt guter Gitarrenarbeit. „Death & Rebirth“ bildet einen orchestralen Abschluss.

Obwohl „The Phoenix Throne“ nicht an den Vorgänger aus 2002 herankommt, haben Dead To Fall ein Album abgeliefert, das den Stempel „einzigartig im Metalcore Bereich“ aufgedrückt bekommt. Bleibt nun noch zu sagen: Dead To Fall wenden sich vom Amon Amarth-Metalcore ab und werden zu Anbetern Opeths.


Autor:Matthias
Homepage:purevolume.com/deadtofall


 
Enemy Ground - Insufficient Evidence
Freitag, 28 April 2006
 Chaos, Brutalität, halt ganz einfach der pure Hass. Enemy Gound zeigen, dass sich das genau sieben Songs lang durchhalten lässt. „Insufficeient Evidence“ ist das reine Hardcoregeknüppel. Kompromisslos und aggressiv schlagen sie auf den Hörer ein, ohne ihm nur die geringste Verschnaufpause zu gönnen. Neu sind Songs wie „File: Life Denied“ nicht. Dafür umso wirkungsvoller, wenn es darum geht, einen Pit zum moshen zu bringen. Als kreative Meisterleistung kann „Painting For Insects“ nicht bezeichnet werden, aber was den fünf Niederländern an neuen Ideen und Einflüssen fehlt, kompensieren sie mit einem geradlinigen Sound, der vor Tempo und Energie nur so strotzt. Ein dreckiger Shout, der jede Aggression aus dem Kehlkopf herauspresst und frontal durchs Mikrofon in den Pit verfrachtet.
Enemy Ground ist Hardcore, wie er bereits seit Jahren funktioniert und die Szene geprägt hat. Was diese Musik immer ausgemacht hat, bieten Enemy Ground. Gewalttätiger Mosh, der den Boden erzittern lässt, auf dem die Lautsprecher der Stereoanlage stehen. So mancher Nachbar hat wahrscheinlich bereits einen Tinitus von jener niederländischen Formationen mit den ironischen Mosh-Nike©-Merch davon getragen, wenn mal wieder ein Hardcore-Kid den Regler voll aufgedreht hat. „Insufficieent Evidence“ ist nichts Besonderes, aber es ist genau die Sorte von gut gemachtem Hardcore, wie er immer wieder gerne gehört wird. Ein Silberling, der sich für jeden lohnt, der kernigen wahren Mosh Tough-Guy Hardcore mag.

Autor:David
Homepage:www.enemy-ground.com




 
Embraced By Hatred - Down To Concrete
Freitag, 28 April 2006
 Nach einer Intro, die mehr auf ein HipHop-Release als auf eine Hardcore-Scheibe schließen lässt, klatscht einem plötzlich „False Martyr“ mitten ins Gesicht. Aufwachen, hier kommt brutaler Beatdown, der alles zu Kleinholz verarbeitet, was sich ihm in den Weg stellt. Diesen Sound aus dem Maschinengewehr zerreist dann ruhiger, melodischer, fast schon besinnlicher Gesang. Unpassend? Nein, keineswegs. Er bettet sich optimal ins Songwirting ein. Beatdown wie er sein sollte, dies sind Embraced By Hatred, und wer das noch nicht wusste, der weiß es spätestens, nachdem er die neun Songs auf dem ersten Longplayer „Down To Concrete“ gehört hat. Obwohl die Formation aus Siegen den Beatdown nicht neu erfindet, beherrschen sie ihn zumindest perfekt.
Metal Riffs, Double Bass, angepisste Shouts, Group Vocals und Sprechgesang gehören selbstverständlich dazu.
In der Mitte der Scheibe kommt dann die große Überraschung. Plötzlich brechen HipHop-Einlagen das starre Beatdowngefängnis auf. Der Eindruck aus der Intro bestätigt sich letztendlich doch. Der Vergleich mit Such A Surge mag etwas hinken, aber komplett abwegig erscheint er nicht, wenn die Boxen „Familie“ schmettern.  Bands wie Shattered Realm haben bereits festgelegt, wie sich guter Beatdown anhören sollte. Embraced By Hatred setzen genau das um, aber gehen noch einen erheblichen Schritt weiter. Hier stellt sich nur die entscheidende Frage: Wie viel HipHop-Einfluss ist kreativ, und wie viel HipHop-Einfluss ist schädlich für eine Musik, die von ihrer Kompromisslosigkeit und Aggressivität lebt. Können zwei Subkulturen verschmelzen? Zum Schluss setzt es mit dem Song „Fadenkreuz“ die volle HipHop-Packung. Ihre Domäne bleibt aber immer noch der Hardcore. Embraced By Hatred haben es geschafft, sich von stumpfem Beatdown zu verabschieden und etwas völlig neues zu kreieren. Das ist ihnen auch geglückt.

Autor:David
Homepage:http://ebh.xtc-host.de/


 
Clobberin Time - The Dawn Of A Dying Race
Freitag, 28 April 2006
 Musikalisch machen Clobberin Time mit „The Dawn Of A Dying Race“ einen gewaltigen Schritt nach vorne. Die Songs klingen ausgereifter, melodischer, aber ballern immer noch aus vollem Rohr auf die Gehörgänge ein. Beispielhaft zeigt sich die neue melodische Tiefe in dem Song „Within These Walls“.
Auf typische Mosh-Parts verzichten die fünf Jungs der Formation aber nicht. In „Where Are You Now?“ schmettern dumpfe Mosh-Klänge aus den Lautsprechern mit einem Shout, der dank Ex-Copykill-Sänger Christian Mattheis ganz im Zeichen dieser Hardcore-Legende steht. Bereits Copykill war eine geniale Band mit unglaublicher Energie und Intensität, die der Hörer auch wieder bei den Songs von Clobberin Time spürt. Dass die Band eine von zweien ist, die aus den Ex-Mitgliedern von Copykill besteht, bemerkt der Hörer vor allem an den Songs „Losing Sight“ und „Demon Awakes“. Stehen geblieben sind die Musiker aber nicht, sie haben definitiv ihr Songwriting verfeinert und ihrem Sound mit der neuen Formation den letzten Schliff gegeben.
Metallische Riffs treffen auf derben Mosh, abgerundet von einer Stimme, die vielfältiger kaum sein kann. „Own Worst Enemy“ demonstriert wie abwechselungsreich der Shout eines Hardcore-Sängers sein kann. Gnadenlos schleudert er seine Vocals umher, ohne dabei zu vergessen, unterschiedliche Stile einfließen zu lassen. Selbst HipHop-Parts von SMA im Track „My Kingdom Come“ fügen sich perfekt in den aggressiven Gitarren-Sound ein.
Clobberin Time haben vor allem nach der miserablen Demo, die hauptsächlich durch die grausame Aufnahmequalität flopte, eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Nach dem Split mit Personal Vendetta „Tape Measure Blast“ konnten sie den schlechten Eindruck der Demo weitestgehend wettmachen, aber mit ihrem neuen Release haben sie noch einen oben drauf gelegt. Eine Scheibe, die ohne jeden Zweifel im Moment zu den besten Veröffentlichungen gehört. Erschienen ist die Platte mit ihren neun Songs auf Filled With Hate Records.

Autor:David
Homepage:www.clobberintime.de




 
From My Hands - From Hatred To Justice
Freitag, 28 April 2006
 Mit einem Wort ist es unmöglich, den Sound von From My Hands zu beschreiben. Die unterschiedlichsten Stile und Richtungen mischen sich auf „From Hatred To Justice“ zu einer abgestimmten Komposition. Metal, Mosh und New School kombiniert die Band zu einem gewöhnungsbedürftigen, aber gelungen Mix. Insgesamt ist die Scheibe durchzogen von spielerischen Metal-Riffs, die sich mit dreckigen Mosh-Parts abwechseln. „Forever In My Heart“ schafft es, Metal und Hardcore in Reinform in einen Song zu packen, aber ohne harte Brüche. Die beiden ganz verschiedenen Stimmen der Sänger Norman Menz und Thomas Clemens bringen noch mal richtig Fahrt in die zehn Tracks. Dabei zeigen sie, dass sie mit ihren Stimmen umgehen können und den Shout beherrschen – es klingt niemals monoton. Ihre stimmliche Bandbreit kommt in „The Unnamed Spring“ voll zum Tragen. Eine typische Hardcore-Band sind die sechs Musiker von From My Hands ganz bestimmt nicht. Dazu ist ihre Musik einfach zu außergewöhnlich.
Unterschiedliches Tempo bringt Abwechslung in die Scheibe. „Bloodbrothers“ prescht mit einer enormen Geschwindigkeit nach vorne, um dann wieder in ruhigere Passagen abzugleiten. Dieses Schema zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Platte. Der Grund für ihren sehr experimentellen Sound liegt wahrscheinlich darin, dass drei der Gründungsmitglieder musikalisch nicht aus dem Hardcore kommen. In jedem Fall ist From My Hands eine Band mit Charakter und Wiedererkennungswert. Die Mischung aus Tough-Guy und New School Hardcore, Metalcore und Death Metal ist gewöhnungsbedürftig. Nicht jeder Hörer wird an dieser Band Gefallen finden, aber wer sich dem Sound annähren kann, der hat eine Band mit ungeheurem Potential gefunden, die niemals langweilig wird. „From Hatred To Justice“ ist ein sehr zwiespältiges Release, dem mehr gute als schlechte Seiten abzugewinnen sind. Nicht jeder teilt wohlmöglich diese Meinung. Eine Band, die entweder gefällt oder abstößt. Das ist wohl der Preis, wenn eine Band den mutigen Weg der Extravaganz beschreitet.

Autor:David
Homepage:www.frommyhands.de


 
Shattered Realm - 2006
Sonntag, 23 April 2006
 Zwei Jahre hat es gedauert, bis Shattered Realm den Nachfolger von „Broken Ties, Spolen Lies“ veröffentlichten. Die Veränderungen im Lineup hat die Band im Übergang zur ihrem neuen Release „From The Dead End Blocks Where Life Means Nothing“ gut überstanden. Eingebüßt hat Shattered Realm nichts von ihrer Dynamik und Power.
Die elf Songs walzen alles nieder,was sich ihnen entgegen stellt. Sänger Joe Hardcore von Punishment schafft es, die Lücke, die Paul Brown hinterlassen hat, der mit Repercussion jetzt ein neues Projetkt hat, nahtlos zu schließen. Wenn er nicht darüber hinaus der Band sogar den letzten musikalischen Schliff gegeben hat. Das Resultat: Aggressiver Hardcore der Extraklasse mit derben Breakdowns und fetten Moshparts. Aber es fehlen nicht die spielerischen Riffs im Sinne von Bands wie Slayer. Textlich bewegt sich das Hardcore-Quartett zwischen düsteren, kritischen und pessmistischen Statements, die Joe angepisst und lauthals heraus brüllt.
Ausgereiftes Songwriting, professionelle Musiker und ein einzigartiger Sound machen „From The Dead End Blocks Where Life Means Nothing” zu einer notwendigen Anschaffung. Fetter New Jersey Hardcore von Eulogy Recordings und Alveran Records. Prollig, bollig, genial.

Autor:David
Homepage:Myspace

 
Core Of Anger - Core Of Anger
Sonntag, 23 April 2006
 Drei Jahre nach ihrer Gründung veröffentlichten Core Of Anger ihr erstes Release. Die MCD mit dem gleichnamigen Titel überrollt einen mit der brachialen Gewalt einer Mischung aus Beatdown mit Metaleinflüssen. Bei wem bereits Merauder und Irate im Plattenständer stehen, bei dem sollte für Core Of Anger dazwischen auch ein Platz frei sein. Bereits 2003 nahmen die sechs Jungs im Studio 13 eine Demo auf. Damals noch mit dem alten Gitarristen David, den 2003 der Ex-Striker Gerre ersetzte.
Mit ihrem endgültigen Lineup setzten sie mit ihrem ersten Release auf Reality Records im August 2005 zu einem harten Schlag auf die Szene an. Die fünf heftigen Songs demonstrieren mal wieder, dass die Belgier wissen, worauf es ankommt, wenn mehrere Hardcoreguys zusammen Musik machen. Eine moderne Mischung aus schnellem Beatdown mit einigen gut platzierten Metaleinflüssen ist das Resultat von den Aufnahmen in den CCR Studios. Den Lautstärkeregler der Stereoanlage hochgedreht – schmettern „False hope“ und „Me against humanity“ mit gewaltigem Sound aus den Boxen, ohne dabei sonderlich stumpf, monoton, oder schon mal gehört zu klingen.
Arkangel und Die My Demon sind schon seit einigen Jahren eine feste Größe in der Hardcore-Szene. Belgischer Hardcore kommt gut an. Nicht zuletzt deswegen, weil diese Bands ein brachiales Beatdown-Metal-Gewitter veranstalten. Core Of Anger zeigen, dass die Welle belgischer Bands, die sich hören lassen können, noch nicht abgerissen ist. An den sechs Jungs aus Roeselare kommt keiner mehr vorbei, also reinhören, Gefallen finden und immer wieder hören.

Autor:David
Homepage:Core of Anger
Mp3:Me Against Humanity




 
Bloodlined Calligraphy - They want you silent
Sonntag, 23 April 2006

 Die Stimme einer Frau als Dampfwalze zu bezeichnen, mag im ersten Moment nicht sehr schmeichelhaft klingen. Im Fall der 22-jährigen Ally aus Michigan ist das etwas anderes. Sie ist die Sängerin von Bloodlined Calligraphy. Und mit der Energie und Intensität ihrer Stimme walzt sie ihre Zuhörer wahrlich platt. „Demonstrating my style“ und „Shall we dance“ auf der Fulllenght „They want you silent“ sind gelungene Beispiele dafür, wie die Frontfrau von Bloodlined Calligraphy mit ihrer Stimme umgehen kann. Walls of Jericho haben bereits gezeigt, dass eine Frau durchaus in einer Hardcore-Formation shouten kann, aber Ally demonstriert, wie es auf einem noch höheren Niveau geht.

Instrumental ist die Band sehr spielerisch. Schöne melodische Riffs mit unterschiedlichen Facetten, die eine große Bandbreite von Einflüssen widerspiegeln. Metaleinflüsse und brutaler Hardcore sind im genialen Songwriting perfekt verschmolzen. Die Band schafft es, mal schnell und dynamisch zu sein, aber für eine Hardcore-Band auch mal relativ ruhige Klänge anzuschlagen.

Das Release ist auf Facedown Records erschienen. „They want you silent“ mal wieder eine Band, die es schafft zu zeigen, dass Hardcore eine Musikrichtung ist, der es durchaus gelingt, musikalisch auf einem qualitativ hohen Level zu spielen. Ein lohenswertes Release.

Autor:David
Homepage:www.myspace.com/bloodlinedcalligraphy
Other Press: Bloodlined Calligraphy bei Peta2


 

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